27 Dec 2012

Digitale Demenz, das Buch

Meine ganz persönliche Meinung

Hier hat ein (selbsternannter) „Gott in Weiß“ seine (berufliche? gesellschaftliche?) Autorität dazu missbraucht, seine ganz eigenen und persönlichen Abneigungen und Ängste pseudowissenschaftlich und vermeintlich plausibel zu verbreiten. Solche Typen gab es zu allen Zeiten, die wissen, was für andere gut ist. Leider waren es meistens Männer (sorry, Kollegen). Angesichts seiner beruflichen Laufbahn kann ich ihm auch nicht ganz abnehmen, dass er seinen sechs (!) Kindern tatsächlich ein so präsenter und liebender Vater war, wie er im Laufe des Buchs immer wieder betont. Die Arroganz, mit der er wiederholt prophezeit, wie viel Kritik man seinem Buch entgegenbringen wird, ist peinlich und berührt mich unangenehm, wie ohnehin der gesamte belehrende Unterton mit fühlbarem permanent erhobenem Zeigefinger. Erinnerungen an Verbote und Maßregelungen für Bürger totalitärer Regime kommen mir dabei in den Sinn und erfüllen mich mit deutlichem Unbehagen.